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Antwort auf die Frage von Chris zum "Verlustwasser" eines Widders:

Das Verlustwasser kann man über die Formel für den Wirkungsgrad berechnen. Wenn man von einem Wirkungsgrad von n=0,6, also 60% ausgeht, und beispielsweise davon ausgeht, dass 100 Liter = V im Quellsammler vorhanden sind, das Gefälle H = 2 Meter beträgt und die Förderhöhe h bei 10 Meter liegt, dann folgt für die Menge des geförderten Wassers v:

v = (n*V*H)/h

für die Zahlenwerte die ich in diesem Beispiel angenommen habe, bedeutet das:
v= 0,6*100*2 / 10 = 12 Liter

Also würden von unseren 100 Litern im Quellschacht nur 12 Liter im Hochbehälter ankommen, das Verlustwasser ist also 100 Liter - 12 Liter = 88 Liter

Allerdings muss man bedenken, dass ein Widder normalerweise nur an Örtlichkeiten eingesetzt wird, wo sowieso genug Wasser vorhanden ist, also an einem Gebirgsbach oder Fluß, oder einer ergiebigen Quelle. So handelt es sich im Normalfall nicht um Verlustwasser, sondern um Wasser, dass genutzt wurde um einen Teil des Wassers auf ein wesentlich höheres Niveau zu heben und dann wieder seinem normalen Kreislauf, also dem Gebirgsbach oder der Quelle zurückgeführt wird.

Antwort auf die Frage von Herrn Baumgartner, ob ein Widder existiert bei dem man auf den Triebschacht verzichten kann und den Widder direkt in einem Bach montieren kann?

Ja seit wenigen Jahren gibt es auch einen hydraulischen Widder, bei dem man auf den Triebschacht und das Gefälle von mindestens 2 Meter verzichten kann. Es handelt sich hierbei um den Weinmannschen Bachwidder, er wird direkt im Bach aufgebaut, man benötigen hier im Normallfall nur ein Gefälle von mindestens 30 cm, was sich z.B. durch eine kleine Staustufe im Bach realisieren läßt. Da der Widder im Bach montiert wird ist er jedoch nicht frostgeschützt und er muss in den Wintermonaten abgebaut werden.
Bezugsquelle für einen solchen Widder ist die Firma Weinmann http://www.weinmann-online.de
Dort finden man auch ein Foto zum Bachwidder.

Antwort auf die Frage von Gerhard Weitzhofer, warum der Widder Widder heißt?

In Anlehnung an das sich immer wiederholende Ventilspiel von Stoß- und Rückschlagventil, das ein wenig zwei kämpfenden und immer wieder nachstoßenden Schafböcke ähnelt, hat sich wohl früher der Begriff "Hydraulischer Widder" eingebürgert.


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